Gemeinsam Schule gestalten
Volksschulgemeinde Tägerwilen
Die Volksschulgemeinde Tägerwilen begleitet rund 700 Kinder vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe. In ländlicher Umgebung und stadtnaher Lage verbinden wir persönliche Nähe, vielfältige Schulmodelle und zeitgemässe Bildung mit einer engen Zusammenarbeit.
Die Volksschulgemeinde Tägerwilen vereint verschiedene Schulmodelle unter einem Dach und schafft damit stabile, durchlässige Bildungswege. Der zweijährige Kindergarten steht Kindern ab dem vollendeten vierten Lebensjahr offen, wobei die Eltern über den Ersteintritt entscheiden. In der Primarschule Tägerwilen lernen die Kinder in jahrgangsgetrennten Klassen, während in Gottlieben eine Gesamtschulklasse von der ersten bis zur sechsten Klasse geführt wird. In Wäldi fördern altersdurchmischte Lernabteilungen das gemeinschaftliche Lernen. Die Sekundarschule arbeitet mit leistungsgemischten Klassen und ergänzenden Niveaugruppen. Diese Vielfalt ermöglicht es, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Nebst dem obligatorischen Schulunterricht betreibt die Volksschulgemeinde Tägerwilen ein SchulPlus-Angebot. Dieses beinhaltet die Spielgruppe und den Kindertreff als familienergänzende Betreuungsmöglichkeit.
Integration und individuelle Förderung
Die Volksschulgemeinde Tägerwilen integriert Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Sie werden nach Möglichkeit im gewohnten schulischen Umfeld begleitet und gezielt gefördert. Ergänzend stehen schulische Heilpädagogik, Logopädie, Deutsch als Zweitsprache, Psychomotorik sowie eine Hausaufgabenbetreuung zur Verfügung. Besondere Begabungen werden in der Primarschule in einem Lernatelier gefördert, während an der Sekundarschule ein Förderzentrum eine individuelle Begleitung ermöglicht.
Medien und Informatik im Schulalltag
Digitale Medien sind seit Jahren fester Bestandteil unseres Unterrichts. Alle Schulstandorte sind vernetzt, und sämtliche Zimmer verfügen ab der ersten Klasse über interaktive Tafeln. In den unteren Stufen nutzen die Schülerinnen und Schüler gemeinsame Geräte, ab der 5. Klasse steht jedem Kind ein eigenes schulisches Gerät zur Verfügung; in der Sekundarschule kann dieses auch nach Hause mitgenommen werden.
Ab der dritten Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler mit Einverständnis der Eltern eine schulische E-Mail-Adresse und arbeiten mit etablierten Lern- und Kommunikationsplattformen. Ein internes ICT-Team sorgt für technischen und pädagogischen Support und informiert die Eltern regelmässig.
Bibliothek als Lern- und Begegnungsort
Die Schulbibliothek ergänzt das schulische Lernen und steht auch der Bevölkerung offen. Sie bietet eine breite Auswahl an Kinder- und Jugendmedien und wird von allen Klassen regelmässig besucht. Mit der kostenlosen Familienkarte, einem Online-Katalog und dem Zugang zur digitalen Bibliothek DIBIOST verbindet sie bewährte Lesekultur mit zeitgemässen Angeboten.
Weitere Informationen und die Öffnungszeiten finden Sie auf der Bibliothekswebseite.
Gemeinsam wachsen
Erziehen und Lernen
Erziehen und Lernen an der Sekundarschule Tägerwilen bedeutet, Jugendliche in ihrer fachlichen, persönlichen und sozialen Entwicklung ganzheitlich zu begleiten.
Lernen gelingt dann nachhaltig, wenn Schule und Elternhaus gemeinsam günstige Rahmenbedingungen schaffen. Die Sekundarschule Tägerwilen orientiert sich dabei an drei zentralen Grundsätzen, die den Lernprozess der Jugendlichen stärken.
Lernen mit Erfolg
Jugendliche lernen dann motiviert, wenn sie ihre eigenen Fortschritte erkennen. Sichtbare Lernerfolge fördern Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und stärken die Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Lernen in Verantwortung
Eigenständiges Lernen entwickelt sich, wenn Jugendliche Verantwortung für ihr Handeln übernehmen können. Die Schule unterstützt sie dabei, Lernprozesse selbst zu planen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Lernen in Gemeinschaft
Ein positives soziales Umfeld ist Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Wertschätzung, Zugehörigkeit und verlässliche Beziehungen schaffen Sicherheit und fördern die persönliche Entwicklung der Jugendlichen.
Gemeinsam erziehen
Gemeinsame Erziehungsarbeit
Elternhaus und Schule tragen die gemeinsame Verantwortung für die Entwicklung des Kindes. Ziel unserer Zusammenarbeit ist ein tragfähiges Fundament, damit Kinder selbstständig, verantwortungsvoll und reflektiert ihren Lebensweg gestalten können.
Die Volksschulgemeinde Tägerwilen versteht Erziehung deshalb als gemeinsame Aufgabe von Eltern und Schule.
Während die Schule insbesondere für die fachliche Bildung verantwortlich ist, werden Lebens- und Sozialkompetenzen gemeinsam gefördert. Diese enge Zusammenarbeit stärkt das Kind ganzheitlich und schafft Vertrauen auf beiden Seiten.
Grundlage der Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit mit den Eltern basiert auf dem Leitbild der Volksschulgemeinde Tägerwilen. Wir gehen davon aus, dass alle Beteiligten das Beste für das Kind wollen und deshalb suchen wir gemeinsam nach Lösungen, die seinem Wohl dienen. Unterschiedliche Sichtweisen werden ernst genommen und als Chance verstanden, einander besser zu verstehen und tragfähige Vereinbarungen zu treffen.
Stark fürs Leben
Lebenskompetenzen
Neben fachlichen Inhalten fördert die Sekundarschule Tägerwilen gezielt überfachliche Kompetenzen. Diese Lebenskompetenzen bilden die Grundlage für persönliches Wachstum, schulischen Erfolg und einen gelungenen Übergang in die Berufswelt.
Unter Lebenskompetenzen verstehen wir Fähigkeiten, die über den Fachunterricht hinausgehen und für nachhaltigen Lernerfolg entscheidend sind.
- Selbstmotivation
- Zielorientierung und Strukturierung
- Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz
- Selbstkritik und Selbstvertrauen
- Intuition
Lebenskompetenzen ermöglichen es Jugendlichen, Verantwortung zu übernehmen, Herausforderungen zu bewältigen und ihr Potenzial zu entfalten. Sie stärken Selbstständigkeit, soziale Fähigkeiten und die Fähigkeit, mit Anforderungen umzugehen, die über den Unterricht hinausgehen.
Bedeutung für die Zukunft
Gerade bei der Lehrstellensuche spielen Lebenskompetenzen eine zentrale Rolle. Sie unterstützen Jugendliche dabei, sich realistisch einzuschätzen, motiviert aufzutreten und ihren weiteren Bildungsweg erfolgreich zu gestalten.
Gemeinsam Entwickeln
Wir sind eine lernende Organisation
An der Volksschulgemeinde Tägerwilen lernen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch alle Mitarbeitenden. Wir verstehen uns als lernende Organisation, die Entwicklung bewusst zulässt, fördert und gemeinsam gestaltet. Unsere fünf Leitsätze sind unser Kompass – sie bestimmen unser Denken und Handeln.

neue Ideen unterstützen
sich am Nutzen für die Kinder und Jugendlichen orientieren
Für erfolgreiche Kooperationen und Konfliktlösungen sorgen
gemeinsame Zielsetzungen vereinbaren
prozessorientiert denken und Selbstverantwortung ermöglichen
- Engagement belohnen und gegenüber Fehlern bei schwierigen Vorhaben tolerant sein
- Sich regelmässig evaluieren
Lernen bedeutet für uns, Neues auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und aus Erfolgen wie auch aus Misserfolgen zu lernen. Kompetenzen entstehen dort, wo Übung möglich ist und Fehler als Teil des Lernprozesses anerkannt werden. Die Volksschulgemeinde Tägerwilen versteht Veränderung als Chance und nutzt unerwartete Situationen gezielt für Weiterentwicklung.
Eine offene und wertschätzende Haltung
Unsere Arbeit basiert auf einer offenen, auf Individualität ausgerichteten Haltung. Lehrpersonen, Schulleitungen, Mitarbeitende der Verwaltung und des Hausdienstes sowie Behördenmitglieder tragen gemeinsam Verantwortung für eine konstruktive Lern- und Arbeitskultur. Neue Ideen werden unterstützt, sofern sie dem Wohl der Kinder und Jugendlichen dienen und einen Mehrwert für die Schule schaffen.
Verantwortung und Zusammenarbeit
Wir denken prozessorientiert und fördern Selbstverantwortung auf allen Ebenen. Erfolgreiche Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und ein respektvoller Umgang prägen unseren Schulalltag. Konflikte werden offen angesprochen und fair gelöst, gemeinsame Ziele klar vereinbart und regelmässig überprüft.
Qualität und Fürsorge
Engagement wird wertgeschätzt und Weiterentwicklung gefördert. Durch kontinuierliche Evaluation reflektieren wir unsere Arbeit und nehmen uns Handlungsfeldern an. Dabei tragen wir Sorge zu den Menschen, die an unserer Schule lernen und arbeiten und schaffen ein Umfeld, das Entwicklung nachhaltig ermöglicht.
Digital vernetzt
Schule in der Cloud
Seit Jahren arbeitet die Volksschulgemeinde Tägerwilen mit cloudbasierten Lösungen. Der gezielte Einsatz von Office 365 unterstützt zeitgemässes Lernen, fördert Medienkompetenz und vereinfacht die Zusammenarbeit.
Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten mit Einverständnis der Eltern ab der 3. Klasse eine schulische E-Mail-Adresse sowie einen persönlichen Zugang zu Office 365. Von diesem Zeitpunkt an wird das Arbeiten in der Cloud systematisch aufgebaut. Die Kinder lernen verschiedene Online-Werkzeuge kennen und werden schrittweise in deren Anwendung eingeführt.
Sicher und verantwortungsvoll
Die Schülerinnen und Schüler werden angeleitet, welche Inhalte in der Cloud gespeichert werden dürfen und wie mit Daten verantwortungsvoll umzugehen ist. Die schulische E-Mail-Adresse wird wenn immer möglich für das Login von Lernplattformen genutzt, sodass eine einheitliche Verifizierung den Schulalltag vereinfacht.
Lernen fürs Leben
Unser Kompetenzverständnis
Als öffentliche Schule des Kantons Thurgau unterrichten wir alle Kinder im Rahmen des offiziellen Lehrplans. Unser Fokus liegt dabei nicht nur auf Wissen, sondern auf der Entwicklung von Kompetenzen für Schule, Beruf und Alltag.
Kompetenz bedeutet für uns mehr als Wissen. Sie ist die erlernbare Fähigkeit, in offenen und auch unerwarteten Situationen selbstständig, verantwortungsvoll und lösungsorientiert zu handeln. Kompetenzen entstehen durch das Zusammenspiel von Wissen, Erfahrung, Werten und persönlichem Einsatz.
Dieses Verständnis lässt sich auf eine einfache Formel reduzieren:
Kennen × Können × Wollen.
Es genügt nicht, Inhalte auswendig zu kennen. Entscheidend ist, dass Kinder Zusammenhänge verstehen, Wissen anwenden können und bereit sind, sich aktiv mit Herausforderungen auseinanderzusetzen.
In der obligatorischen Schulzeit vermitteln wir grundlegende Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen und den Umgang mit neuen Medien. Gleichzeitig schaffen wir vielfältige Lerngelegenheiten, in denen Selbst- und Sozialkompetenzen gezielt gefördert werden. So legen wir die Basis für lebenslanges, selbstständiges Lernen.
Nicht die Frage «Was wurde behandelt?» steht im Zentrum, sondern «Welche Fähigkeiten und Einstellungen konnten sich entwickeln?»


