Individuell lernen
Förderzentrum Sekundarschule
Das Förderzentrum der Sekundarschule Tägerwilen bietet Schülerinnen und Schülern einen ruhigen und unterstützenden Rahmen, um selbstständig zu arbeiten, Lernlücken zu schliessen und Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen.
Was ist das Förderzentrum?
Das Förderzentrum ist ein freiwilliges Angebot für alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule. Es steht Jugendlichen offen, die in konzentrierter Atmosphäre ihre Aufgaben erledigen, sich auf Prüfungen vorbereiten, Stoff repetieren oder ein persönliches Interessengebiet vertiefen möchten. Es gliedert sich in ein Förderraumangebot nach individueller Absprache, eine Lernwerkstatt am Mittwochnachmittag.
Lernen mit Unterstützung
In Zwischenlektionen oder in der Freizeit kann im Schulhaus gearbeitet werden. Anwesende Lehrpersonen begleiten die Jugendlichen bei Bedarf fachlich und unterstützend. Dabei steht nicht nur der aktuelle Unterrichtsstoff im Mittelpunkt, sondern auch das gezielte Üben, Wiederholen und Vertiefen.
Selbstständigkeit stärken
Ein zentrales Anliegen des Förderzentrums ist die Förderung von Eigeninitiative und Selbstverantwortung. Die Schülerinnen und Schüler planen ihre Arbeit im Voraus und bringen die benötigten Unterlagen selbstständig mit. So werden wichtige Kompetenzen für Schule, Beruf und Alltag nachhaltig gestärkt.
Das Förderzentrum ist ein Arbeitsort, wo Du...
- für ein Thema oder ein Fach zusäztlich Unterstützung erhälst.
- einen Lerninhalt vertiefen und in einem Schulfach besser werden kannst.
- verpassten Stoff oder Prüfungen nachholen darfst, weil du z.B. längere Zeit krank warst.
- dich auf weiterführende Schulen/ Aufnahmeprüfungen vorbereitest.
- arbeiten darfst, wenn du am Unterricht deiner Klassen nicht teilnehmen kannst, z.B. wegen einer Verletzung.
- Hilfe bei den Hausaufgaben bekommst.
- deine besonderen Begabungen weiter ausbauen und vertiefen kannst.
- zusätzliche Hilfe bei der Berufswahl oder beim Bewerbungsschreiben erhältst.
Ort, Zeitpunkt und alles weitere auf einen Blick
Förderraum
- Betreuungspersonen: Ein bis zwei Lehrpersonen unterstützen beim Lernen
- Durchführungsort: Zimmer A15 im Neubau
- Durchführungszeitpunkt: Mittwoch bis Freitag, jeweils 07.35 - 12.00 / 13.00 gemäss Absprache
- Mindestaufenthalt: 45 Minuten
- Finanzielles: kostenlos
- An- / Abmeldung: Melde dich gleich direkt im Förderraum an oder sprich deine Klassenlehrperson darauf an.
Lernwerkstatt
- Betreuungspersonen: Ein bis zwei Lehrpersonen unterstützen beim Lernen
- Durchführungsort: TW- Zimmer im 1. Stock des Altbaus der Sekundarschule
- Durchführungszeitpunkt: Mittwoch 13.00 - 15.00 Uhr
- Mindestaufenthalt: 60 Minuten
- Finanzielles: kostenlos
- An- / Abmeldung: Eintrag bis Mittwochnachmittag auf der Anmeldeliste beim Glaskasten im Eingang des Altbaus der Sekundarschule
Verlässlich begleitet
Hausaufgabenbetreuung Zyklus 1/2
Die Hausaufgabenbetreuung unterstützt angemeldete Kinder bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben sowie beim Üben und Vertiefen zentraler Lerninhalte.
In der Hausaufgabenbetreuung erhalten die Kinder gezielte Unterstützung bei aktuellen Hausaufgaben und beim Festigen von Grundlagen in Deutsch, Mathematik sowie beim Wortschatz in den Fremdsprachen. Die Betreuung schafft einen ruhigen Rahmen, in dem konzentriertes Arbeiten möglich ist und Lernprozesse begleitet werden.
Ergänzung zur elterlichen Begleitung
Die Hausaufgabenbetreuung versteht sich als Ergänzung, nicht als Ersatz der elterlichen Unterstützung. Eltern bleiben für die begleitende Kontrolle, für zusätzliches Üben und für das Aufarbeiten von Lernrückständen verantwortlich. Aufgrund des zeitlichen Rahmens kann nicht garantiert werden, dass alle Aufgaben vollständig erledigt werden.
Organisation und Teilnahme
Die Mindestanwesenheitszeit beträgt in der Regel 45 Minuten und kann bei Bedarf verlängert werden. Die Anmeldung ist verbindlich, die Kinder werden regelmässig zur vereinbarten Zeit erwartet. Falls keine konkreten Hausaufgaben anstehen, wird die Zeit für Üben und Vertiefen genutzt.
Absenzen sind nur bei Krankheit oder besonderen Anlässen möglich. Verpasste Termine werden nicht rückvergütet. Im Krankheitsfall wird das Kind automatisch über die Klassenlehrperson bei der Hausaufgabenbetreuung abgemeldet. Bei einem speziellen Anlass am Nachmittag melden die Eltern das Kind über das Schulsekretariat ab. Telefon: 071 666 85 85
Anfangs Quartal wird durch die Schulverwaltung eine Rechnung verschickt, welche innert Monatsfrist beglichen werden muss.
Hausaufgabenbetreuung in Tägerwilen
Schulhaus Trittenbach im Zimmer UG01 (Fremdsprachenzimmer)
| Montag | | 15:15–17:00 Uhr |
| Dienstag | 13:30–14:45 Uhr | 15:15–16:30 Uhr |
| Donnerstag | 13:30–14:45 Uhr | 15:15–17:00 Uhr |
Hausaufgabenbetreuung in Wäldi
Schulhaus Wäldi im Gruppenraum OG
| Dienstag | 15:15–16:30 Uhr |
Es gelten folgende Tarife
1 Nachmittag pro Woche:
50.- Fr./Quartal
2 Nachmittage pro Woche:
100.- Fr./Quartal
3 Nachmittage pro Woche:
150.- Fr./Quartal
Digitale Kompetenzen zertifiziert
ICDL – International Certificate of Digital Literacy
Der ICDL ist ein international anerkanntes Zertifikat, das grundlegende digitale Kompetenzen für Schule, Beruf und Alltag bestätigt.
Das International Certificate of Digital Literacy (ICDL) bescheinigt praxisnahe Fertigkeiten im Umgang mit gängigen Computeranwendungen. Insgesamt stehen 15 ICDL Module zur Verfügung, welche die heutigen Anforderungen an digitale Kompetenzen abdecken. Prüfungen werden schweizweit an 300 Standorten für PC und Mac durchgeführt.
ICDL an der Sekundarschule Tägerwilen
Das ICDL-Programm ist an vielen Sekundarschulen fest etabliert und bewährt sich als Frei- oder Wahlfach. Auch die VSG Tägerwilen bietet ihren Schülerinnen und Schülern den Erwerb des ICDL Base Moduls zu attraktiven Konditionen an und ist zugleich anerkanntes Test- und Prüfungscenter.
Ablauf und Kosten
Im ersten Sekundarschuljahr erwerben die Lernenden die Module Computergrundlagen und Online-Grundlagen. Die VSG übernimmt dabei den Hauptanteil der Kosten. Im zweiten Sekundarschuljahr folgen die Module Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, welche von den Eltern getragen werden. Detaillierte Informationen zu Ablauf und Kosten sind im entsprechenden Flyer zu finden, der zu Beginn der zweiten Sekundarklasse abgegeben wird.
Vorbereitung auf das Berufsleben
Die an der Sekundarschule angebotenen ICDL-Module sind gezielt auf eine optimale Vorbereitung auf das Berufsleben nach der obligatorischen Schulzeit ausgerichtet und vermitteln zentrale digitale Schlüsselkompetenzen.
Praxisnahe Berufsvorbereitung
Jugendprojekt LIFT
Das Jugendprojekt LIFT unterstützt Jugendliche der Sekundarschule Tägerwilen frühzeitig beim Übergang in die Berufswelt. In kleinen, praxisnahen Schritten werden berufliche Erfahrungen ermöglicht und persönliche Kompetenzen gezielt gestärkt.
Zwei Stufen für einen gelungenen Einstieg
LIFT verbindet berufspraktische Erfahrungen mit individuellem Coaching. Ziel ist es, Jugendlichen Sicherheit im Umgang mit der Arbeitswelt zu vermitteln und sie persönlich auf ihrem Weg in die Berufsausbildung zu begleiten.
Wochenarbeitsplätze (WAP)
Von Mitte der 7. bis Ende der 9. Klasse arbeiten die teilnehmenden Jugendlichen wöchentlich zwei bis drei Stunden in einem Gewerbebetrieb oder einer Institution der Region. In ihrer Freizeit übernehmen sie einfache, altersgerechte Tätigkeiten.
Der Fokus liegt auf dem Kennenlernen der Arbeitswelt sowie der Förderung von Selbst- und Sozialkompetenz. Die Koordination der Wochenarbeitsplätze sowie die Betreuung der Betriebe erfolgt durch den Projektleiter LIFT Tägerwilen.
Modulkurse und Coaching
Ergänzend zu den Wochenarbeitsplätzen besuchen die Jugendlichen Modulkurse. Diese bereiten gezielt auf den Berufswahl- und Bewerbungsprozess vor und werden durch Einzel- und Gruppencoachings begleitet. Die Kurse finden ausserhalb der Unterrichtszeit statt.
Zusammenarbeit mit Betrieben
Die beteiligten Betriebe und Institutionen werden eng begleitet. Sie geben in regelmässigen Abständen Rückmeldungen zur Zusammenarbeit und stellen den Jugendlichen am Ende des Einsatzes ein einfaches Arbeitszeugnis aus, das dem Bewerbungsdossier beigelegt werden kann.
Konflikte fair lösen Zyklus 2
Soziales Lernen im Projekt Peacemaker
Seit 2013 ist die Primarschule Tägerwilen eine offizielle «Peacemaker-Schule». Mit dem Programm fördert sie soziales Lernen und trägt aktiv zu einem respektvollen und gewaltfreien Schulklima bei.
Das Peacemaker-Programm des National Coalition Builders Institute (NCBI) verfolgt das Ziel, Konflikte frühzeitig aufzufangen und Gewalt vorzubeugen. Jedes Jahr engagieren sich freiwillige Schülerinnen und Schüler als Peacemaker. Mitmachen können Kinder mit unterschiedlichen Interessen und Persönlichkeiten. Entscheidend sind nicht Schulnoten oder angepasstes Verhalten, sondern Mut, Fairness, Zuhörfähigkeit und die Bereitschaft, Konflikte ohne Gewalt zu lösen.
Verantwortung übernehmen
Peacemaker unterstützen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler bei Konflikten auf dem Pausenplatz oder im Klassenumfeld. Sie greifen konstruktiv ein und bieten freiwillig Hilfe an. Dabei handeln sie neutral und respektvoll. Sie sind keine «Polizisten» oder «Richter» und ersetzen weder Lehrpersonen noch die Pausenaufsicht. Bei Bedarf werden sie aktiv von Betreuungspersonen und Lehrkräften unterstützt.
Ausbildung und Begleitung
Die Peacemaker werden in ihren Klassen gewählt und für ein Jahr eingesetzt. Zu Beginn absolvieren sie eine Grundausbildung von eineinhalb Tagen. Im Verlauf des Schuljahres vertiefen sie ihre Erfahrungen an mehreren begleiteten Treffen. Das Projekt hat sich an der Primarschule Tägerwilen bewährt und zeigt positive Wirkung auf das soziale Miteinander.
Anerkannt und unterstützt
Das Peacemaker-Projekt ist durch die Perspektive Thurgau als Teil des «Netzwerks gesunde Schule» anerkannt und wird vom Kanton Thurgau finanziell unterstützt. Ein Bericht im «Kirchenboten» vom November 2024 gibt weitere Einblicke in das Projekt.
Reise durch die Gefühlswelt
Konfliktlösungsstrategien im Zyklus 1
«Wir kennen unsere Gefühle und lösen Konflikte fair» - im Rahmen dieser Konzeptarbeit entstand zwischen Schulsozialarbeit und Lehrpersonen ist ein Bilderbuch entstanden, welches die Kinder auf eine Reise durch die Gefühlswelt mitnimmt, angeleitet durch die Symbolfiguren Tägi; Gotti und Walda.
Die Kinder lernen ab dem 1. Kindergarten bis zur 2. Klasse schrittweise und spielerisch die Gefühle kennen und können diese benennen. Mit Hilfe dieser Grundlage werden Strategien geübt, wie Konflikte selber bewältigt werden können.

